Rückblick 15. Salzburger Anlegerforum

Die Wellen gehen weniger hoch

15. Anlegerforum  

Das 15. Salzburger Anlegerforum stand ganz im Zeichen der Konjunkturerholung, aber die Finanzexperten behalten auch weiterhin schlummernde Risiken im Blick.

Die Konsensmeinungen für die Konjunkturentwicklung sind zunehmend positiv. Die Vorlaufindikatoren zeigen in der Tendenz nach oben, das gibt Hoffnung. "Seit dem Sommer sehen wir einen Silberstreif am Horizont, der sich jetzt im Herbst verstärkt hat", berichtete Peter Brezinschek. Der Raiffeisen-Chefanalyst erkennt eine zunehmende Homogenisierung der Konjunkturentwicklung in der Eurozone, "damit nimmt auch die Anfälligkeit für Störfälle ab". Raiffeisen Research liegt mit der Prognose von 1,5 Prozent Wirtschaftswachstum für die Eurozone im Jahr 2014 sogar leicht über den Konsensschätzungen.

Selbst Felix Zulauf, dem Publikum als pessimistischer Schweizer Anlageprofi bestens bekannt, gibt zu: "Die Probleme scheinen im Moment unter Kontrolle zu sein, zumindest gehen die Wellen weniger hoch." Aber die Probleme seien noch nicht gelöst, fügt Zulauf hinzu. Die Überalterung in den Industrieländern, das dramatische Absinken der erwerbstätigen Bevölkerung, die Unterkapitalisierung von einzelnen Banken und die allgemeine Gesamtverschuldung bereiten dem Experten weiterhin Sorgen.

"Aktien sind wichtig, aber man kann es nicht jedem anbieten", stellt Hans Schinwald, Direktor des Raiffeisenverbandes Salzburg, klar. Seit mittlerweile 15 Jahren liefert der Raiffeisenverband Salzburg mit dem Anlegerforum profunde Informationen zum Thema Geldanlage. Schinwald zieht kurze Bilanz: "Unsere Bankkunden sind weit besser informiert als vor zehn, zwanzig Jahren. Die persönliche Beratung bleibt aber enorm wichtig. Die Menschen suchen längerfristige Beziehungen und brauchen einen verlässlichen Finanzpartner. Die Hausbank ist unverändert gefragt."